Termine / Neuigkeiten

Mekka für Schatzsucher

Der 44. Kinderflohmarkt lockt zahlreiche Besucher in die Tönninger Stadthalle

Tönning

Unknown

„Ich komme hier richtig in Kaufrausch“, flachst Jennifer Langel aus St. PeterOrding. Die Mutter von zwei Kindern ist angetan von der Vielfalt der Möglichkeiten auf dem mittlerweile 44. Kinderflohmarkt nach dem Motto „Von Kindern für Kinder“ in der Tönninger Stadthalle. Einmal mehr wird er von den Ehrenamtlern des gemeinnützigen Arbeitskreises „Der Runde Tisch“ Tönning organisiert.

„Ich bin total begeistert. Hier findet man ja alles – Kinderbekleidung, Spiele oder Spielzeug – alles gut erhalten“, schwärmt die Flohmarktgängerin, die zum ersten Mal vor Ort ist. Sie habe selbst soviel Spaß an den gefundenen Schätzen, dass sie einfach mal beschlossen habe, auf Vorrat zu kaufen. Bestimmt hätten ihre Kids dann ebensolche Freude an den Sachen. „Man muss ja gerade für Kinder nicht immer alles neu kaufen. Ich habe mir ein paar LegoAutos gekauft, die mein Sohn zu Weihnachten erhalten soll“, so Magdalena Franke aus der Eiderstadt.

Aber nicht nur Schatzsucher kommen auf ihre Kosten, auch die Standbeschicker mit ihren Kindern. „Es hat ordentlich Luft auf dem Boden gegeben. Wir konnte gute Sachen verkaufen. Damit können wir anderen noch eine Freude machen“, so Tanja Baudewig aus der Nähe von Tating. Sie ist mit Sohn Tom (11) mit Kartons voller Bücher, Spiele und Kleidungsstücken angereist. „Ich bin froh, dass die Traditionsveranstaltung am ersten Advent jeden Jahres immer gut angenommen wird. Ich bin zufrieden“, sagt VereinsChef Rolf Jungclaus.

Eine Tombola mit 300 Preisen, von Sponsoren sowie aus Mitgliedsbeiträgen zur Verfügung gestellt, ist ein weiteres Highlight. Für das leibliche Wohl sind wieder die Damen der Vereinsmitglieder mit dabei.

Der Reinerlös aus der Veranstaltung und aus den Verkaufserlösen der eigenen Produkte wird wie üblich für eine Anschaffung zugunsten der Stadt Tönning gestiftet. Wofür genau wird demnächst entschieden.

Auszug Husumer Nachrichten vom 5.12.18

 

Maibaumfest mit Übergabe des neunten historischen Schildes in Tönning an die Stadt.

Filigrane Kunst auf zarten Schalen

30. OstereierMarkt im Tönninger Packhaus lockte unzählige Besucher aus nah und fern

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Stefano de Bortoli zaubert mit feinem Haarpinsel MiniaturKunstwerke.

Hochkonzentriert sitzt er am Tisch seines OstereierStandes und malt, völlig versunken in seine Arbeit. Die Besucher um ihn herum scheint er nicht wahrzunehmen: Stefano de Bortoli, ein Neuer unter den 50 internationalen Ausstellern, die am Wochenende wieder unzählige Schau- und Kauflustige ins historische Packhaus nach Tönning lockten. Eine eigenwillige LupenKonstruktion auf der Nase zaubert der gebürtige Venezianer mit feinem Haarpinsel MiniaturKunstwerke auf kleine und große Eier: stimmungsvolle Meeresmotive, FantasieLandschaften, märchenhafte Bauwerke. Bilder, die Geschichten erzählen und gefangen nehmen.

„Stefano de Bortoli wollte ich schon immer gern nach Tönning holen“, freut sich Frauke Schulz, die dort seit 30 Jahren den Ostereiermarkt organisiert und mit sicherem Gespür für Qualität und Originalität dieser vorösterlichen Schau der Kostbarkeiten Profil gegeben hat. Vor Ort demonstriert der aus Kassel angereiste DeutschItaliener, wie diffizil und zeitraubend seine Kunst ist. „Ich schaue nicht auf die Uhr“, erzählt Stefano de Bortoli. Meist arbeite er stundenlang an einem einzigen Ei und lausche nebenbei Musik oder Hörbüchern. Das inspiriert ihn. „Da hat auch schon Thomas Manns Zauberberg seine Spuren hinterlassen“, schmunzelt er.

Auf die Uhr schaut wohl keiner der hier ausstellenden Künstler. Für die meisten ist ohnehin immer Ostern: Sie legen sich das ganze Jahre für ihre Kunstwerke ins Zeug, schaffen handbemalte Unikate auf zarten Schalen, geschmückte, ausgefräste, raffiniert dekorierte, in Kratz- und Wachstechnik bearbeitete oder mit Zinn und StrohOrnamenten verzierte Eier, KeramikObjekte oder Kerbschnitzerei in gedrechseltem Holz. Das Angebot ist überwältigend. Kein Wunder, dass angesichts dieser Pracht die Herzen der Besucher höher schlagen. Leidenschaftliche Sammler suchen gezielt „ihre“ Aussteller auf, um ein neues Kunstwerk zu erwerben. Andere schauen und staunen, schlendern von Stand zu Stand, haben die Qual der Wahl angesichts der schier überbordenden Kreativität der Kunsthandwerker.

Wer nach filigranen BlumenMotiven Ausschau hält, wird hier ebenso fündig, wie Liebhaber von Landschafts-, Vogel-, Käfer- oder MeerestierDarstellungen. Natürlich kommen auch die Fans maritimer Szenen oder der beliebten Hasenschule auf ihre Kosten. Und eine kunterbunte Auswahl an rein dekorativ gestalteten Eiern gibt es ohnehin Jahr für Jahr. Viele Aussteller hatten ihr Angebot um Kunstobjekte, Radierungen, Aquarelle, Kalender oder Drucke von kunstvoll bemalten Gänsefedern ergänzt. Und wer selbst kreativ werden wollte, konnte Rohlinge erwerben oder sich bei Ausstellern Anregungen holen.

Neben den „alten Hasen“, die schon lange dabei sind, gibt es auch immer wieder neue Gesichter. So wie Stefano di Bartoli. Oder Meta und Bert Leefkens aus den Niederlanden. Während sie Eier in allen Größen mit fragilen Ornamenten und Flechtwerk aus Weizen- und Roggenstroh schmückt, arbeitet ihr Mann mit Zinn. „Ich gieße Zinn schnell und dünn über Spezialsand, den ich vorher figürlich gestaltet habe“, erklärt er. Den Zinn modelliert er auf Holzeiern und Metallkugeln, passt ihn danach vorsichtig einem Ei an und verleimt ihn. Das Ergebnis ist ein ausgesprochen origineller und sehr edel wirkender Osterschmuck.„Das Packhaus ist ein Symbol für Tönning“, sagte Siegfried Puschmann, stellvertretender Kreispräsident Nordfrieslands, bei der Eröffnung des 30. OstereierMarktes und würdigte den von der TouristInfo der Stadt und dem „Runden Tisch“ geförderten Publikumsmagneten als „erstes großes Event des Jahres“. Das soll auch so bleiben, wenn Frauke Schulz künftig mehr im Hintergrund wirken will. Die künstlerische und qualitative Beratung liegt weiterhin in ihren Händen: „Wir wollen das hohe Niveau halten“, verspricht sie.
Auszug Husumer Nachrichten vom 19.3.18

 

 

 

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