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Flohmarkt Kinder für Kinder 1.12.2019 ab 11:00 Uhr Stadthalle Tönning

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GLEICH ZWEI MAL INVESTIERT DER RUNDE TISCH IN DIE VERSCHÖNERUNG DES MARKTPLATZES UDO RAHN

TÖNNING Der Runde Tisch Tönning ist stets zur Stelle, wenn es um die Verschönerung der Eiderstadt geht. Jetzt hat er sich einer Reparatur der Turmuhr der St.-Laurentius-Kirche angenommen. Zwischen 1667 und 1675 erhielt der alte Turm erstmalig eine Uhr. 1879 wurde diese ersetzt.

Seit mehr als einem Jahr aber steht die „Zeit in Tönning still“. Bei der jetzigen Reparatur des Uhrwerkes wurde festgestellt, das die Zeiger der Uhr stark korrodiert sind. Daher hat sich der Runde Tisch entschlossen, sämtliche acht Zeiger erneuern zu lassen, berichtet der Vorsitzende Rolf Jungclaus. Um die Haltbarkeit der neuen Zeiger zu gewährleisten, werden sie vergoldet.

Im Nachhinein stellte sich jedoch heraus, dass die symbolischen Ziffern und die Jahreszahlen um das Ziffernblatt ebenfalls derart in Mitleidenschaft gezogen sind, dass sie nicht mehr zu den neuen Zeigern passen würden. Also legte der Runde Tisch noch mal nach und wird jetzt auch diese vergolden lassen, erklärt Jungclaus weiter. Diese Maßnahme könne allerdings erst im Frühjahr erfolgen.

Dessen nicht genug wird außerdem das Glockenspiel an der ehemaligen Vereinsbank komplett saniert und neu gestimmt. Es ist bereits abgebaut und wird rechtzeitig zur Adventszeit fertig sein. „Passend zur Jahreszeit wird es dann Weihnachtslieder spielen“, sagt der Vorsitzende.

Das Glockenspiel war 1983 ebenfalls vom Runden Tisch angeschafft worden und hat seinerzeit 46.000 Mark gekostet. Dafür musste jedes der aktiven Mitglieder damals bürgen, um die Finanzierung zu gewährleisten, berichtet Rolf Jungclaus weiter. Auch die beiden jetzigen Projekte werden mit allen Nebenkosten im mittleren fünfstelligen Bereich liegen.

Der Runde Tisch in Tönning hat in den vergangenen 63 Jahren immer wieder durch aufwendige Verschönerungen von sich reden gemacht, so durch die Seehund-Bronzeskulptur am Hafen oder die Pflanzung von Krokussen in der ganzen Stadt und unzähliger Rosenstöcke an den Häusern. hn

Auszug Husumer Nachrichten vom 6.11.2019

 

Wachwechsel beim Ostereiermarkt

Rolf Jungclaus übernimmt Organisation von Frauke Schulz / Allein am Sonnabend lockt die Aktion 600 Gäste ins Tönninger Packhaus

Udo Rahn TÖNNING Frauke Schulz strahlte mit der Frühlingssonne um die Wette. Grund genug hatte sie, denn der von ihr vor über drei Jahrzehnten in Friedrichstadt übernommene und immer weiter ausgebaute Internationale Ostereiermarkt, mit dem sie dann vor zehn Jahren in das Tönninger Packhaus umzog, ging am vergangenen Wochenende in die 31. Runde.

Doch nicht nur ihre Erfolgsgeschichte zog die kreative Frau in das historische Gemäuer. Nach 30 Jahren übergab sie die Verantwortung an die Ehrenamtler des Tönninger Gemeinnützigen Arbeitskreises zum Wohle der Stadt „Runder Tisch e.V.“ mit ihrem Vorsitzenden Rolf Jungclaus ab. „Ich werde nicht jünger und hier ist der Markt in guten Händen“, so Schulz.

Bürgermeisterin Dorothe Klömmer eröffnete den kreativen Markt, der immer 14 Tage vor Ostern stattfindet. „Der Runde Tisch darf Ihre Früchte, Frau Schulz, ernten. Wir haben großen Respekt vor Ihrer Arbeit. Dank Ihnen bereichert nun der zehnte Markt in Folge unsere Stadt“, so die Bürgermeisterin. Sie hieß auch die Aussteller willkommen. „Jedes Ei ist ein Kunstwerk. Allein das Ansehen löst Staunen aus“, so Klömmer. Der Chef des Verschönerungsvereins der Stadt hatte denn mit seinen 25 Ehrenamtlern alles organisiert. Bereits zwei Stunden nach Eröffnung am Sonnabend hatten schon über 600 Besucher die Stände der 50 Kunst-am-Ei-Schaffenden erobert.

Am Sonntag boomte es dann richtig. Sammler und Liebhaber der Werke der besten Kunsthandwerker des Metiers gaben sich die Ehre. Eine Auswahl Eier aller Größen und Arten, von Strauß, über Emu, Tauben, Hühner, Enten bis hin zu Gänsen, oder selbst gedrechselte, waren zu finden. Ganz individuelle Motive, wie Vögel, Blumen und maritime Szenen, wechselten sich ab mit gemalten Geschichten oder Sprüchen. „Das Gute ist, es gibt keine Konkurrenz unter uns, weil jeder seine eigenen Techniken und Stile hat. Jeder Liebhaber findet, was er sucht“, so Ulrike Krämer aus Fockbek, die ganz unterschiedliche Techniken verwendet, ihre Werke aber hauptsächlich ausfräst.

Mit von der Partie war auch die Sylter Künstlerin Maria Schierz, von Anfang an dabei. „Ich bin gern hier, auch wegen des netten Miteinanders“, erklärte sie. Viele ihrer Motive hatten die Häschenschule im Mittelpunkt.

Seit 15 Jahren ist der italienische Maler Stefano de Bortoli auf „das Ei gekommen“. Mit Acrylfarben malt er die ungewöhnlichsten Motive, gern Landschaften, auf die ovalen Gebilde. „Das Ei ist ein spannender Untergrund. Schritt für Schritt und sehr filigran muss ich ein Bild der Form des Eis anpassen“, erklärte er, während er mitten im kreativen Prozess war. Interessierten zeigte er die Entstehung seiner Kunst im Detail. Er stelle fest, dass immer mehr Menschen dabei ihre eigene künstlerische Ader entdeckten. Er selbst könne von allem Geschehen total abschalten.

„Ich bin begeistert. Hier findet man alles. Ich sammle Eier mit Tiermotiven und da gibt es hier reichlich von“, schwärmte Tanja Meyer aus Hamburg.

„Ich habe mir ein Ei mit dem Westerhever Leuchtturm mitgenommen“, strahlte der Berliner Hans-Jürgen Deckmann. Das bekomme einen Ehrenplatz auf seinem Schreibtisch.

Unterstützt wurde das Event einmal mehr durch die Bauhofmitarbeiter und dem Tourismusbetrieb mit Direktor Torsten Kreß und Team.

Auszug Husumer Nachrichten vom 8.4.2019